Last Game
6:0
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Herforder EV00
2Hammer Eisbären00
3EHC Neuwied00
4EG Diez-Limburg00
5Ratinger Aliens 9700
6ERV Dinslaken Kobras00
7Neusser EV00





Sensationelle Siegesserie gerissen - Ice Dragons unterliegen in Bad Nauheim!

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22 Mal in Folge verließen die Ice Dragons als Sieger das Eis, eine Serie, die in der Geschichte des Herforder Eishockeys wohl fast einzigartig ist. Ja, natürlich war diese Serie durch eine Wertung am „grünen Tisch“ unterbrochen, aber auf dem Eis, da wo es für die Spieler zählt, blieben die Ice Dragons ungeschlagen!
Man muss schon bis zu den Zeiten von Jeff Job und Jamie McKinley zurückdenken, um ein ebenso erfolgreiches und torgefährliches Team zu finden, alleine deshalb haben die Ice Dragons der Saison 2015/2016 wohl Ihren Platz in den Geschichtsbüchern des Herforder Eishockeys sicher!

Doch wie immer, wenn eine Siegesserie so lange andauert, steigt die statistische Wahrscheinlichkeit einer Niederlage mit jedem weiteren Spiel. So traf es dann die Ice Dragons am Sonntagabend in Bad Nauheim, wo sie in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie am Ende dem personellen Aderlass der letzten Wochen Tribut zollen mussten und mit 3:7 unterlagen.

Schon vor der Abfahrt am Sonntagmittag hatte Coach Kai Frenzel Sorgenfalten im Gesicht. Im Vergleich zu Freitag meldeten sich zusätzlich noch Killian Hutt, Andreas Alexander, Anton Seel, Tim Schürstedt und Alexander Seel ab. Lediglich 11 Feldspieler - darunter mit Chad Evans und Florian Kiel zwei angeschlagene Spieler und mit Sebastian Riede ein Rekonvaleszent, der nach erst zwei Trainingseinheiten in dieser Saison eigentlich nur Kurzeinsätze bekommen sollte – machten sich auf den Weg nach Bad Nauheim. Dennoch wollte die Mannschaft um Kapitän Fabian Staudt das Spiel nicht vorher schon herschenken, im Gegenteil, „Jetzt erst recht“ war die vorherrschende Einstellung. Aber irgendwie war dann auch noch der Wurm drin. Es dauerte nur 3 Minuten, da führten die Gastgeber durch ein Tor von Routinier Martin Flemming, bei dem Sören Werth etwas unglücklich aussah, bereits mit 1:0. Die Ice Dragons versuchten zwar, schnellstmöglich zum Ausgleich zu kommen, aber „ungenau“  war für die Abschlüsse der Ice Dragons im ersten Drittel wohl noch eine freundliche Umschreibung. Besser machten es da die Gastgeber. Erst erhöhte Martin Prada in der 9. Minute in Überzahl auf 2:0, dann legte Flemming in der 15. Minute nach einem tollen Bad Nauheimer Konter noch das 3:0 nach. Es war nicht so, dass die Ice Dragons keine Torchancen gehabt hätten. Sie scheiterten jedoch entweder an Alexander Wagner im Nauheimer Tor und schossen die Scheibe am Tor vorbei. Erst in der 17. Minute konnten die Ice Dragons dann erstmalig jubeln, als Lucas Klein über rechts ins Nauheimer Drittel lief, einfach abzog und die Scheibe plötzlich hinter Wagner im Netz zappelte. Beim Stand vom 3:1 für Bad Nauheim blieb es dann auch bis zur Pause.

Im zweiten Drittel reagierte Kai Frenzel dann, schickte Lars Morawitz für Sören Werth zwischen die Pfosten. Auch seine Pausenansprache schien das Team neu motiviert zu haben, denn nun folgte die stärkste Phase der Ice Dragons. Und sie trafen endlich das Tor! Timo Becker traf in der 23. Minute von der blauen Linie aus mit einem Flachschuss zum 3:2, nachdem Fabian Staudt das Bully gewonnen und Joshua Ransiek die Scheibe an die blaue Linie zurückgelegt hatte. Nur 26 Sekunden später tankte sich Nils Bohle dann über links durch, ließ die Scheibe hinter dem Tor für Chad Evans liegen, der bewies Übersicht, legte zurück auf Bohle und der verwandelte zum 3:3 Ausgleich. In der Folgezeit folgten einige gute Chancen, doch Staudt, Klein, Bohle, Ransiek, Rempel und Evans bekamen die Scheibe einfach nicht ins Tor, egal wie gut die Position und wie frei die Schussbahn war. Besser machten es da die Gastgeber. Erneut war es Routinier Martin Fleming, der nach Zuspiel von Martin Prada und Miles Steinschneider plötzlich frei vorm Herforder Tor auftauchte und die Scheibe mit der Rückhand über Morawitz hinweg zur erneuten Nauheimer Führung in die Maschen legte. Die Ice Dragons rannten nun an, aber irgendwie wollte die Scheibe weiterhin nicht über die Linie. Die Gastgeber hingegen spielten unaufgeregt, ließen sich nicht beeindrucken und setzten gelegentliche Nadelstiche, bei den Lars Morawitz immer wieder sein ganzes Können aufbringen musste. So ging es mit diesem 4:3 für Bad Nauheim in die letzte Pause.

Im letzten Drittel merkte man den Ice Dragons dann an, dass sie schnellstmöglich den Ausgleich wollten. Sie versuchten vom Bully weg, Druck zu machen und bekamen schon nach 30 Sekunden eine Überzahl zugesprochen. Die riesen Chance auf den Ausgleich! Aber es war immer noch irgendwie der Wurm im Herforder Spiel. Nach einem Fehlpass im Herforder Aufbau kam die Scheibe über Craig Austin zu Daniel Schindler, die hielt in Höhe des Bullypunktes drauf und drehte jubelnd ab, Bad Nauheim hatte in Unterzahl auf 5:3 erhöht. Dieser Treffer schien den Ice Dragons ein wenig den Zahn zu ziehen. Nein, sie gaben nicht auf, aber der Druck, den sie zuvor aufbauen konnten, war weg. Zwar waren immer noch Chancen da, um zu verkürzen, aber mit jedem Fehlschuss schien immer mehr die Überzeugung, mit dem Minikader die Wende zu schaffen, zu schwinden. Als dann noch Daniel Schindler in der 45. Minute mit einem Schlenzer in den Winkel auf 6:3 erhöhte, war endgültig klar, dieses Spiel war gelaufen. Das Tor von Martin Flemming zum 7:3 Endstand in der 54. Minute, als er erst das Bully gegen Nils Bohle gewann, die Scheibe dann zur Seite legte und direkt verwandelte, hatte nur noch statistischen Wert. Am Ende war das Ergebnis dann deutlicher als der Spielverlauf und die Ice Dragons um die Erkenntnis reicher, dass es Tage gibt, an denen auch die größte Moral nicht reicht, um ein Spiel zu drehen.

Torfolge:
1:0 Flemming/Steinschneider/Apel (2:53); 2:0 Prada/Flemming (08:59) PP1;
3:0 Flemming/Haskins/Prada (15:04); 3:1 Klein/Rempel (16:33); 3:2 Becker/Ransiek/Staudt (22:54) PP1;
3:3 Bohle/Evans (23:20); 4:3 Flemming/Prada/Steinschneider (28:37); 5:3 Schindler/Austin (41:35) UZ1;
6:3 Schindler/Flemming/Seib (44:26) PP1; 7:3 Flemming/Lorei (54:00) PP1

Strafminuten:
Bad Nauheim 20 + 10 (Steinschneider)
Herford 14
 
 

Zuletzt geändert am: Feb 29 2016 um 6:31 PM

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