Last Game
6:0
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Herforder EV00
2Hammer Eisbären00
3EHC Neuwied00
4EG Diez-Limburg00
5Ratinger Aliens 9700
6ERV Dinslaken Kobras00
7Neusser EV00





Linnenbrügger-Verletzung überschattet Hutt-Festspiele in Soest

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Auch in Soest verließen die Ice Dragons als Sieger das Eis. Vor über 300 Zuschauern, davon gut 100 Schlachtenbummler aus Herford, präsentierten sich die Ice Dragons zwar spielerisch nicht ganz so stark wie zuletzt, konnten dies aber durch individuelle Klasse kompensieren und durch 5 Traumtore von Killian Hutt am Ende einen verdienten 7:2 Auswärtserfolg in einer recht hart geführten Partie einfahren. Allerdings mussten sie eine bittere Pille schlucken: wenige Sekunden vor Schluss wurde Goalgetter Jan-Niklas Linnenbrügger an der Bande so heftig angegangen, dass er verletzt ins Krankenhaus transportiert werden musste. Die Untersuchung ergab, dass zum Glück die Wirbelsäule nicht verletzt worden ist, er wird jedoch mit seiner Nackenverletzung und Gehirnerschütterung etwas pausieren müssen.



Die Ice Dragons, die zusätzlich zu den anderen Ausfällen auf Tim Schürstedt und Lukas Derksen verzichten mussten, wurden zu Beginn von hochmotivierten Boerdeindianern unter Druck gesetzt, standen jedoch, gestützt auf Lars Morawitz im Tor, sicher in der Defensive und schwammen sich langsam frei. In der 4. Minute dann fing Jan-Niklas Linnenbrügger einen Soester Aufbaupass ab, startete durch und ließ Tobias Arndt im Soester Kasten keine Chance. Nun waren die Gastgeber geschockt und die Ice Dragons setzten nach. Mit einem tollen Spielzug spielten Jan-Niklas Linnenbrügger und Killian Hutt in der 7. Minute Nils Bohle frei, der aus kurzer Distanz zum 0:2 vollstreckte. In der Folgezeit verloren die Ice Dragons ein wenig den Faden, was die Gastgeber zu nutzen wussten: Ex-Herforder Jim Ross sorgte mit einem gewaltigen Schlagschuss in Überzahl in der 15. Minute für das 1:2. Kurz darauf hatten die ice Dragons einmal Glück, als die Scheibe an die Latte prallte und nicht hinter die Linie sprang, so dass es bis zur Pause beim 1:2 blieb.



Im zweiten Drittel ging es 10 Minuten lang ruhiger zu, das Tempo war ein wenig raus, Stockfehler auf beiden Seiten sorgten dafür, dass es selten gefährlich wurde. Wenn es doch zu Torchancen kam, dann eher durch Einzelaktionen. Ein solche war es auch, die in der 31. Minute für den nächsten Treffer sorgte. Über Lucas Klein und Nils Bohle kam die Scheibe zu Killian Hutt, der sich durch drei Mann durchtankte und dann aus dem Slot zum 1:3 verwandelte. 5 Minuten später war es wieder Killian Hutt, der in doppelter Überzahl aus spitzem Winkel die Scheibe in eben jenen schlenzte und auf den 1:4 Pausenstand erhöhte.



Wer dachte die Soester EG würde sich jetzt aufgeben, sah sich getäuscht. Wie schon im ersten Drittel versuchten die Boerdeindianer mit Kampf zurück in die Partie zu finden. Und erneut hatten sie Erfolg. Kevin Rempel saß in der 47. Minute auf dem Sünderbänkchen, Soest warf im Powerplay alles nach vorne. Nils Hoffmann wurde in Schussposition gebracht, sein Schuss wurde jedoch nach außen abgefälscht, sprang direkt vor die Kelle von Sebastian Sprenger und der brachte sie im Tor unter. Die Gastgeber witterten nun Morgenluft, wollten den direkten Anschluss. Doch die Ice Dragons ließen sich nicht beeindrucken, fingen die Soester Angriffe ab, setzten ihrerseits Nadelstiche, wenn auch ohne Torerfolg. Der Knackpunkt des Spiels waren dann die 49. bis 51.  Minute. Gleich zwei Herforder Spieler saßen auf der Strafbank, ganze 2 Minuten agierte Soest in Überzahl. Gegen die engagiert arbeitenden  Ice Dragons kamen die Gastgeber kaum zu Torchancen, die Uhr tickte unerbittlich runter, bis beide Spieler zurück auf dem Eis waren und nach Scheibengewinn sofort einen Herforder Angriff einleiten konnten. Die Ice Dragons spielten nun ihre Schnelligkeit aus, was die Gastgeber immer wieder dazu zwang, sie mit leichten Fouls zu stoppen. So kamen die Ice Dragons dann in Überzahl. Und dort trumpfte Killian Hutt groß auf! In der 53. Minute legte er in Überzahl das 2:5 nach, in der 55. Minute nahm er in Baseball-Manier die Scheibe, erneut in Überzahl, in Hüfthöhe sogar Volley um sie im Tor unterzubringen! Und in der 60. Minute bekam er, erneut in Überzahl, einen Abpraller vor dem Tor, umkurvte den geschlagenen Torwart und brachte die Scheibe zum 2:7 Endstand im Kasten unter. Dann kam die Szene, die die Herforder Gemüter erhitzte. Noch 13 Sekunden waren zu spielen, als Jan-Niklas Linnenbrügger nach einem Konter die Scheibe an der Bande verlor und von seinem Gegenspieler nach unten gedrückt wurde, ein normaler Zweikampf. Das dann jedoch Nils Hoffmann in ihn hineinfuhr sorgte für Kopfschütteln! Zum Glück ging das dann noch glimpflich aus!


Torfolge:
0:1 Linnenbrügger (03:46); 0:2 Bohle/Linnenbrügger/Hutt (06:51); 1:2 Ross/Hoffmann/Juricek (14:12) PP2;
1:3 Hutt/Bohle/Klein (30:03); 1:4 Hutt/Kiel/Brinkmann (35:52) PP1;
2:4 Seb.Sprenger/Hoffmann/Gröschner (46:06) PP1; 2:5 Hutt (52:59) PP1;
2:6 Hutt/Kiel/Brinkmann (54:32) PP1; 2:7 Hutt/Rempel/Becker (59:04) PP1

Strafminuten:
Soest 23 + Spieldauer (Hoffmann)
Herford 14
 

Zuletzt geändert am: Nov 02 2015 um 4:12 PM

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