Last Game
6:0
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Hammer Eisbären3693
2Herforder EV3689
3EHC Neuwied3682
4EG Diez-Limburg3667
5Ratinger Aliens 973662
6ERV Dinslaken Kobras3650
7Soester EG3648
8Neusser EV3628
9Luchse Lauterbach3613
10Löwen Frankfurt U25368





Kämpferische Ice Dragons trotzen Favorit Hamm einen Punkt ab!

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Vizemeister gegen Aufsteiger. Favorit gegen Underdog. David gegen Goliath? Nein, der Vergleich wäre dann doch übertrieben, wobei die Gäste aus Hamm fast 20 Minuten lang drückend überlegen waren und den Ice Dragons kaum Luft zum Atmen ließen. Doch am Ende holte das Team von Jeff Job einen 3-Tore Rückstand auf und unterlag Hamm erst im Penaltyschießen. Das beste daran: Über 900 Zuschauer, davon gut 50 aus Hamm, waren Zeugen eines wahren Eishockeyspektakels, beide Seiten feuerten Ihre Teams lautstark an, sangen, jubelten, hofften und bangten und sorgten so für eine fantastische Gänsehaut-Atmosphäre in der Eishalle „Im kleinen Felde“!



Mit den Neuzugängen Aric Schinke, Sven Johannhardt und Jan-Niklas Linnenbrügger jedoch noch ohne den noch nicht vollständig genesenen Lucas Klein und den noch aus der letzten Saison gesperrten Alexander Lindt traten die Cracks um Kapitän Fabian Staudt an, dem Favoriten aus Hamm ein Bein zu stellen. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne die Eisbären gemacht. Denn die legten los, als wollten sie im Schnelldurchgang das Spiel entscheiden. Mit enorm viel Druck und hohem Tempo schnürten sie die Ice Dragons im Herforder Drittel ein und lagen bereits nach 100 Sekunden mit 1:0 vorne, Oliver Kraft hatte Lars Morawitz überwunden. Auch in der Folgezeit schienen die Ice Dragons sich noch nicht an das hohe Tempo gewöhnt zu haben, kamen oft einen Schritt zu spät, liefen hinterher. Trotz zahlreicher Paraden von Lars Morawitz war das 0:2 durch Robin Loecke, er hatte nach toller Kombination über Vavra und Pietzko in der 5. Minute verwandelt, nur folgerichtig. Auch im Anschluss spielte fast ausschließlich Hamm, nicht wenige im Stadion befürchteten eine hohe Niederlage. Nach und nach jedoch bekamen die Ice Dragons zumindest in der Defensive immer mehr Zugriff aufs Spiel, konnten zwar nach vorne keine Akzente setzen, aber sich zumindest immer besser Ihrer Haut erwehren und so am Ende das 0:2 mit in die Pause nehmen.

Im zweiten Drittel schien es bei den Ice Dragons eine Veränderung gegeben zu haben. Das Team von Jeff Job war nun aggressiver, gedankenschneller. Plötzlich waren Torchancen da, auch Sebastian May im Tor der Eisbären bekam endlich richtig zu tun! Als dann die Eisbären in der 23. Minute erstmals eine Strafzeit kassierten, schien der Weg frei zum Anschlusstreffer. Doch Oliver Kraft hatte etwas dagegen! Einen Mustergültigen Unterzahlkonter über Kevin Trapp und Thomas Ehlert schloss er 4 Sekunden vor Ablauf der Strafzeit zum 0:3 ab, ein Treffer, der Wirkung hätte zeigen sollen. Jetzt aufgeben? Bei 0:3? Gegen einen Favoriten? Die Ice Dragons? NEIN! Das folgende Bully im Mitteldrittel gewann Nils Bohle, Jan-Niklas Linnenbrügger spielte die Scheibe weiter vors Tor auf Killian Hutt und schon stand es 1:3. So lang es sich auch liest, in der Entstehung des Tores war es nicht mal eine (!) Sekunde vom 0:3 zum 1:3. Was für eine Antwort der Ice Dragons. Und das Team von Jeff Job kam jetzt - nach vorne gepeitscht von den Fans - richtig in Fahrt! Sie übernahmen Ihrerseits die Initiative, drückten mit Vehemenz aufs zweite Tor. Irgendwie war allerdings der Wurm drin. Während die Gäste sich mit leichten Disziplinproblemen nach und nach selber schwächten, konnten die Ice Dragons nun Powerplay üben. Fast 10 Minuten am Stück waren sie in Überzahl. Und kamen zu Chancen. Hochkarätigen Chance. Doch immer wieder war entweder Sebastian May oder das Torgestänge im Weg. Die Scheibe wollte partout nicht ins Tor. So ging es mit 1:3 in die zweite Pause.



Den Schwung aus dem Mitteldrittel nahmen die Ice Dragons bei Wiederanpfiff mit, im Vergleich zum ersten Drittel waren sie nicht wiederzuerkennen! Sie zeigten klar: „Wir geben nicht auf, wir wollen das Spiel drehen!“
Dann kam der Auftritt von Jan-Niklas Linnenbrügger! Ganze 67 Sekunden waren im letzten Drittel abgelaufen, da wurde er von Killian Hutt und Aric Schinke auf die Reise geschickt. Allein auf weiter Flur lief er in höchstem Tempo auf Sebastian May zu, tanzte den Torwart aus und verwandelte zum 2:3 Anschluss. Jetzt war klar: Die Ice Dragons sind in der Regionalliga West angekommen! Und sie wollten nachlegen, warfen alles nach vorne. Die Gäste gerieten nun immer mehr in Bedrängnis, versuchten sich aufs Kontern zu verlegen und kamen dabei dem vierten Treffer gefährlich Nahe. Doch sowohl Lars Morawitz als auch seine Vorderleute verstanden es immer wieder, die gefährlichen Konter im letzten Moment zu entschärfen, um dann ihrerseits mit Volldampf das Tor von Sebastian May zu berennen. Und wurden belohnt! Nils Bohle war es, der in der 50. Minute für ohrenbetäubenden Jubel sorgte, als er nach Vorarbeit von Hutt und Linnenbrügger den 3:3 Ausgleich erzielte, zu diesem Zeitpunkt hochverdient. In der Folgezeit merkte man dann beiden Teams an, dass sie nicht mehr volles Risiko gehen wollten, keiner wollte mehr den einen, möglicherweise entscheidenden Fehler begehen. 30 Sekunden vor Schluss wurde es dann aber noch einmal tubulent. Und zwar vor Lars Morawitz! Phillip Brinkmann musste aufs Sünderbänkchen, Hamm konnte noch einmal in Überzahl spielen. Doch Aric Schinke schnappte sich hinter dem Herforder Tor die Scheibe, verteidigte sie gegen 2 Hammer Spieler und rettete so den Punkt über die Zeit, dass Penaltyschießen musste die Partie entscheiden.


Im folgenden Penaltyschiessen hatten die Gäste aus Hamm nun die besseren Nerven und auch das bessere Ende für sich. Während Lars Morawitz bei allen drei Schüssen der Eisbären chancenlos war, scheiterte Jan-Niklas Linnenbrügger am starken Sebastian May, womit der Zusatzpunkt an die Eisbären ging. Doch unzufrieden war im Stadion wohl kein Herforder, die Ice Dragons wurden für Ihre Leistung gefeiert! Denn, um zum Eingangs erwähnten David/Goliath Vergleich zurückzukehren: Die Ice Dragons hatten den Goliath gewaltig zum Wanken gebracht, auch, wenn er letztendlich nicht fiel.



Torfolge:
0:1 Kraft (1:39); 0:2 Loecke/Vavra/Pietzko (4:41); 0:3 Kraft/Trapp/Ehlert (24:12) UZ1;
1:3 Hutt/Linnenbrügger/Bohle (24:12) PP1; 2:3 Linnenbrügger/Hutt/Schinke (49:17);
3:3 Bohle/Linnenbrügger/Hutt (49:17); 3:4 Thau (entscheidender Penalty)

Strafminuten:
Herford 10
Hamm 18

 

Zuletzt geändert am: Oct 01 2016 um 2:37 AM

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