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24.03.2019 18:30
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Hammer Eisbären3693
2Herforder EV3689
3EHC Neuwied3682
4EG Diez-Limburg3667
5Ratinger Aliens 973662
6ERV Dinslaken Kobras3650
7Soester EG3648
8Neusser EV3628
9Luchse Lauterbach3613
10Löwen Frankfurt U25368





Ice Dragons ziehen den Haien die Zähne!

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Einfach nur den 7. der 1. Liga-West ärgern, das war der Wunsch der Fans. Eventuell ein knapper Sieg in Köln? Ja, das könnte möglich sein. Aber dass die Ice Dragons ab dem 2. Drittel ein wahres Feuerwerk abbrennen würden und am Ende die auf dem Papier favorisierten Gastgeber des Kölner EC mit 12:4 aus der Halle fegen würden? Damit hatte nun wirklich keiner gerechnet!

Ganze 10 Sekunden dauerte es, da konnten die Ice Dragons schon das erste Mal jubeln. Nils Bohle gewann das Eröffnungsbully, spielte die Scheibe zurück zu Kris Gehring, der bis zur blauen Linie marschierte und den Puck in die Rundung spielte. Dort passte Chad Evans zu Nils Bohle hinter dem Gästetor. Der sah den heran rauschenden Killian Hutt, passte kurz rüber und der kleine Kanadier konnte vor den Augen seiner derzeit in Deutschland Urlaub machenden Eltern aus spitzem Winkel zum 0:1 verwerten. Doch die Gastgeber hielten dagegen, das Spiel ging hin und her, in der 5. Minute dann erneut mit dem besseren Ende für den HEV. Nachdem Sören Werth im Herforder Tor gleich mehrere Großchancen der Gastgeber vereitelt hatte, kam die Scheibe noch im Herforder Drittel über Jan-Niklas Linnenbrügger zu Kevin Rempel, der sich ein Herz fasste und losmarschierte. Auf seinem Weg ins Kölner Drittel ließ der Verteidiger gleich mehrere Gegenspieler stehen, zog vors Tor und löffelte die Scheibe in den Winkel, die Ice Dragons führten 0:2. In der Folgezeit sah man dann aber den Unterschied zwischen den Gegnern der Vorrunde und den Kölner Haien. Denn die Ice Dragons gingen in der Verteidigung zu zögerlich zu Werke und das nutzten die Gastgeber eiskalt aus! Lars Möltgen stellte in der 6. Minute mit einem Alleingang den Anschluss zum 1:2 her, 2 Minuten später glich Peter Zirnov zum 2:2 aus, beiden Treffern waren Fehler in der Abwehrarbeit der Ice Dragons vorangegangen. Die Ice Dragons ließen sich jedoch nicht beirren, Lucas Klein brachte seine Farben in der 9. Minute wieder in Führung. Auch den erneuten Ausgleich im direkten Gegenzug durch Marc Blumenhofen steckten sie umgehend weg, denn als Kris Gehring mit einem Schuss von der blauen Linie zum 3:4 traf, war die 9. Spielminute noch nicht beendet. Der Kölner Trainer reagierte nach diesem Treffer, nahm Torhüter Hagen Blum vom Feld und ersetzte ihn durch Rafael Leibfried. Das Spiel wogte nun hin und her, da aber keine weiteren Treffer mehr fielen, ging es mit der knappen Herforder Führung in die erste Pause.

Zu Beginn des zweiten Drittels wollten die Herforder Coaches dann ein Zeichen setzen, stellten Lars Morawitz für Sören Werth zwischen die Pfosten. Ob es diese Maßnahme war, die dafür sorgte, dass die Ice Dragons nun ganz anders zu Werke gingen? Ob es an der Pausenansprache lag?  Es wird wohl nicht zu klären sein. Fakt jedoch war: Die Ice Dragons waren wie verwandelt, verteidigten aggressiv, ließen die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen und kontrollierten das Spielgeschehen, die Tore fielen dann zwangsläufig. Nach Vorarbeit von Nils Bohle und Killian Hutt stand Chad Evans in der Mitte goldrichtig und erhöhte in der 23. Minute auf 3:5. Die Ice Dragons erspielten sich nun viele hochkarätige Torchancen, einzig die Verwertung war nicht so erfolgreich, immer wieder konnte Leibfried im Kölner Tor in höchster Not retten. Erst in der 27. Minute klappte es wieder mit dem Treffen, erneut war Chad Evans der Torschütze. Killian Hutt hatte ihn mit einem hinter dem Rücken gespielten Pass in Position gebracht, Evans fackelte nicht lange und die Scheibe zappelte zum 3:6 im Netz. Als dann noch Nils Bohle in Unterzahl zum 3:7 Pausenstand in der 34. Minute nachlegte, glaubten auch die pessimistischsten Fans an einen Sieg in Köln.
Wer jetzt im letzten Drittel einen Sturmlauf der Gastgeber erwartet hatte, sah sich getäuscht. Zwar begannen die Ice Dragons das letzte Drittel in Unterzahl, aber sie spielten geschickt, ließen wenig zu und konnten sich auf Lars Morawitz verlassen. Nach Ablauf der numerischen Unterlegenheit nahmen die HEV Cracks dann das Heft des Handelns wieder in die Hand, ließen Scheibe und Gegner laufen, ja, dominierten nun die Partie!  Erneut war es Chad Evans, der den Torreigen eröffnete. Nach einem feinen Zuspiel von Killian Hutt stand er in der 44. Minute frei vorm Tor und narrte den Kölner Goalie, ehe er auf 3:8 erhöhte. In der 49. Minute revanchierte er sich dann mit einem Pass auf Hutt, der die Scheibe um Rafael Leibfried zum 3:9 herumzirkelte. Der 10. Treffer des Abends war dann dem Herforder Kapitän Fabian Staudt vorbehalten. Hinter dem Tor stehend bekam er einen Flip-Pass von Lucas Klein, die Scheibe ditschte vor seiner Kelle kurz auf, sprang von der Kelle vor das Tor, Staudt ging hinterher und drückte den Puck über die Linie.Und noch hatten die Ice Dragons nicht genug! In doppelter Überzahl erhöhte Nils Bohle in der 54. Minute auf 3:11, als er bei einem Abpraller am schnellsten reagierte und die Scheibe im Tor unterbringen konnte. Nun nahmen die Ice Dragons ein wenig Fahrt raus, was die Gastgeber umgehend nutzten und wieder mehr Offensivdrang entwickelten. In der 58. Spielminute konnten sie dann das 4:11 bejubeln. In Unterzahl zog Jannik Moser von links vors Tor, täuschte einen Paß an und hob die Scheibe dann mit der Rückhand über Lars Morawitz Schulter ins Tor. Doch das letzte Wort in dieser Partie wollten die Ice Dragons behalten! 52 Sekunden vor Schluss schickte Nils Bohle Killian Hutt auf die Reise, der setzte den mitgelaufenen Jan-Niklas Linnenbrügger mit einem Sahnepass in Szene und die Herforder Nummer 19 verwandelte zum 4:12 Endstand.

Torfolge:
0:1 Hutt/Bohle/Evans (0:10); 0:2 Rempel/Linnenbrügger (4:22); 1:2 L.Möltgen (5:54);
2:2 Zirnov/Schneider/Aminikia (7:56); 2:3 Klein/Staudt (8:20); 3:3 Blumenhofen/Möllenbeck/Moser (8:40);
3:4 Gehring/Hutt (8:57); 3:5 Evans/Hutt/Bohle (22:58); 3:6 Evans/Hutt/Bohle (26:19);
3:7 Bohle/Hutt/Brinkmann (33:52) UZ1; 3:8 Evans/Hutt/Bohle (43:08); 3:9 Hutt/Evans/Bohle (48:08);
3:10 Staudt/Klein/An.Seel (51:28); 3:11 Bohle/Evans/Brinkmann (53:20) PP2;
4:11 Moser/Blumenhofen/L.Möltgen (57:45) UZ1; 4:12 Linnenbrügger/Hutt/Bohle (59:08)

Strafminuten:
Köln 16 + 10 (Blumenhofen) + 10 (Frohn)
Herford 16




 

Zuletzt geändert am: Jan 10 2016 um 2:54 PM

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