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06.09.2019 20:30
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Herforder EV00
2Hammer Eisbären00
3EHC Neuwied00
4EG Diez-Limburg00
5Ratinger Aliens 9700
6ERV Dinslaken Kobras00
7Neusser EV00





Ice Dragons mit tollem Comeback, aber leider ohne Happy End

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Wieder waren es gut 450 Zuschauer, die in die Eishalle „Im kleinen Felde“ gekommen waren, um Ihre Mannschaft anzufeuern. Bis der Funke zwischen Eis und Rängen übersprang, dauerte es jedoch fast 30 Minuten, dann aber stand die Fans wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft und peitschten sie nach aussichtslosem 1:5 Rückstand nach vorne. Dass die Ice Dragons am Ende mit 5:7 unterlagen und kein Happy End feiern konnten, war da der einzige Makel an einem tollen Eishockeyabend.

 

Das Spiel fing ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Fans an. Die Ice Dragons wirkten fahrig, ließen Ihren Gegner zu viel Platz und Lars Rusche, der wieder den noch verletzten Sören Werth im Tor vertrat, bekam von der ersten Sekunde an zu tun. Das 0:1 durch Klaus Weber in der 2. Minute, bei dem Rusche unglücklich aussah, war da die logische Folge. Auch im Anschluss fanden die Ice Dragons nicht ins Spiel und in der 6. Minute nutzten die Troisdorfer das durch Kapitän Dano Janßen zum 0:2 aus. Das Team von Coach Geiselmann schien einen gebrauchten Tag erwischt zu haben, selbst in doppelter Überzahl fanden sie nicht zu ihrem Spiel und wenn sie doch mal vors Tor kamen, fanden sie ihren Meister im Troidorfer Goalie Edwin Artz. Zwar stand die Herforder Defensive zum Ende des 1. Drittels immer besser, doch die Troisdorfer 0:2 Pausenführung war absolut verdient.

Die kalte Dusche im 2. Drittel kam noch schneller. Nur 12 Sekunden brauchte Daniel Kolvenbach, um auf 0:3 zu erhöhen. Doch die Ice Dragons bissen sich ins Spiel, sie wollten noch nicht aufgeben. In der 27. Minute war es dann endlich soweit, in Überzahl kam Timo Becker nach einer schnellen Kombination von Jan-Niklas Linnenbrügger und Sebastian Riede frei vors Tor und verkürzte auf 1:3. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. 29 Sekunden später stand auf einmal Justyn Tursas nach einem groben Stellungsfehler der Herforder Feldspieler frei von Lars Rusche und stellte den alten Abstand wieder her. Als dann noch Dano Janßen wieder nur 53 Sekunden später sogar auf 1:5 erhöhte, wurde es plötzlich Still in der Eishalle. Doch nach diesem Treffer schien ein Ruck durchs Herforder Team zu gehen. Plötzlich passte die Zuordnung in der Abwehr, die Pässe kamen an und immer wieder tauchten die Ice Dragons vor Edwin Artz auf, der nun alle Hände voll zu tun hatte, den Vorsprung zu halten! In der 31. Minute dann der erlösende Jubel. Nach Vorarbeit von Jan-Niklas Linnenbrügger und Andreas Alexander verkürzte Kris Gehring auf 2:5. Jetzt machten die Ice Dragons Druck, nach vorne gepeitscht von den nun wieder Hoffnung schöpfenden Herforder Fans fuhren sie Angriff auf Angriff, wobei vor allem die pfeilschnellen Jan-Niklas Linnenbrügger und Sebastian Riede immer wieder in Szene gesetzt wurden und Artz zu Glanzparaden zwangen. In der 37. Minute dann verkürzte Linnenbrügger mit einem Alleingang auf 3:5 und zwang den Troisdorfer Trainer zu einer Auszeit. Diese Auszeit schien jedoch nicht den gewünschten Effekt zu haben, die Ice Dragons behielten die Oberhand. Als sich alles auf den 3:5 Pausenstand eingestellt hatte, es waren nur noch wenige Sekunden im 2. Drittel zu spielen, war auf einmal Sebastian Riede nach einem Traumpass von Lukas Derksen auf und davon, verlud den Troisdorfer Goalie und verkürzte zum 4:5.

 

Die Ice Dragons konnten ihren Elan über die Drittelpause hinaus retten, die Gäste jedoch fingen sich jedoch wieder und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit den besseren Chancen auf Herforder Seite. Das hart umkämpfte Spiel wurde nun auch immer ruppiger, das Schiedsrichtergespann, dass immer mehr den Faden verlor, trug sein übriges dazu bei, dass es immer wieder kleinere Handgemenge gab. In der 52. Minute dann bekamen die Ice Dragons die Chance auf den Ausgleich. Leon Nasebandt war regelwidrig bei einem Alleingang gestoppt worden und bekam einen Penalty zugesprochen. Bei diesem Strafschuss blieb er jedoch 2. Sieger und eine alte Eishockeyweißheit wurde bestätigt: Wer einen Penalty verschießt, kassiert oft kurz darauf ein Tor. Wenige Sekunden Unkonzentriertheit erlaubten sich die Ice Dragons in der 54. Spielminute, Sekunden, in denen die Gäste 4 Mal aufs Tor schossen, jedoch vier mal am glänzend parierenden Lars Rusche scheiterten. Doch da die Ice Dragons es nicht schafften, die Scheibe aus der Gefahrenzone zu bringen, war der Goalie beim erneuten Nachschuss von Mario Wonde chancenlos, es stand 4:6. Wütende Angriffe der Ice Dragons waren die Folge und als in der 56. Minute gleich zwei Troisdorfer auf der Strafbank saßen, war es Kapitän Fabian Staudt, der auf 5:6 verkürzte. Kurz darauf wurde er jedoch zum tragischen Helden der Partie! Leon Nasebandt sprintete einer Scheibe hinterher, prallte dabei mit dem heraus eilenden Troisdorfer Goalie zusammen und sah sich kurz darauf den handfesten Unmutsbekundungen der Gäste ausgesetzt. Fabian Staudt ging dazwischen und hielt sich dabei gleich 3 Troisdorfer vom Hals. Sieger dieser Rangelei waren jedoch die Schiedsrichter, die Fabian Staudt mit einer 5 Minütigen Strafe plus Spieldauerstrafe belegten und die Gäste straffrei davon kommen ließen. Nun hatten die Ice Dragons knappe 4 Minuten vor Schluss ein Tor Rückstand und bis zum Ende einen Mann weniger auf dem Eis. Uwe Geiselmann nahm eine Auszeit, um sein Team noch einmal richtig einzustellen. Und die Mannschaft erarbeitete sich Chancen, verpasste aber selbst beste Gelegenheiten. Die Gäste hingegen nutzen die Überzahl zu einem Konter, den sie in Person von Mario Wonde zum 5:7 Endstand in der 60. Minute vergoldeten.

 

Torfolge:

0:1 Weber/Walterscheid (1:47); 0:2 Janßen/Wonde/Könitzer (5:24);

0:3 Kolvenbach/Könitzer/Wonde (20:12); 1:3 Becker/Linnenbrügger/Riede (26:38) PP1;

1:4 Tursas/Kleimann/Nocker (27:07); 1:5 Janßen/Könitzer/Wonde (28:00);

2:5 Gehring/Linnenbrügger/Alexander (30:12); 3:5 Linnenbrügger/Gehring/Riede (36:25);

4:5 Riede/Derksen/Nasebandt (39:55); 4:6 Wonde/Schäfer/Czaika (53:10);

5:6 Staudt/Linnenbrügger/Schäfer (55:08) PP2; 5:7 Wonde/Czaika/Müller (59:13) PP1

 

Strafminuten:

Herford 23 + Spieldauer (Staudt)

Troisdorf 22

 

Zuletzt geändert am: Nov 23 2013 um 12:46 PM

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