Last Game
6:0
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Hammer Eisbären3693
2Herforder EV3689
3EHC Neuwied3682
4EG Diez-Limburg3667
5Ratinger Aliens 973662
6ERV Dinslaken Kobras3650
7Soester EG3648
8Neusser EV3628
9Luchse Lauterbach3613
10Löwen Frankfurt U25368





Ice Dragons mit glücklichem Derbysieg in Hamm - Justin Figge überragend

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Mit 4:2 (1:1, 2:1, 1:0) behielten die Herforder Ice Dragons beim Verfolger Lippe Hockey Hamm die Oberhand. In einem spannenden und fairen, aber nicht hochklassigen Derby zweier ersatzgeschwächter Teams waren die Herforder letztlich die glücklichere Mannschaft, wie Coach Jeff Job nach dem Spiel unumwunden zugab. Garant für den Sieg war vor allem Torwart Justin Figge, der den verletzten Kieren Vogel glänzend vertrat und gegen seine ehemaligen Teamkollegen ein überragendes Spiel machte.

Vor knapp 600 Zuschauern, darunter mehr als 100 Schlachtenbummlern aus Herford, gingen die ersten Minuten an den HEV. Ohne die verletzten Bohle, Linnenbrügger, Klein und Vogel kamen die Ice Dragons zu einer Reihe von Torchancen durch Reed, Hutt und Nasebandt, ohne jedoch wirklich zwingendes zu produzieren. Das Tor fiel dann auf der Gegenseite: Nachdem gleich zwei Herforder patzten, zunächst an der gegnerischen und dann an der eigenen blauen Linie, war Hamms Kraft alleine durch und konnte frei vor Figge ungehindert einschießen (5.). Der Treffer weckte die bis dahin abwartend agierenden Eisbären, bei denen ebenfalls zahlreiche Stammkräfte fehlten. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Herforder ein leichtes Chancenplus verzeichneten, doch Reckers und Berezovskij fanden bei diversen Schüssen immer wieder ihren Meister in Hamms Torhüter. Schließlich war es Kapitän Fabian Staudt, der nach einem scharfen Pass von Florian Kiel den vom Torwart zurückprallenden Puck aus knapp zwei Metern flach über die Linie drückte und zum 1:1 ausglich (18.).

Im zweiten Drittel legten die Gastgeber kämpferisch eine Schippe drauf, während der HEV oft pomadig und unkonzentriert agierte. Vor allem im Powerplay kam es immer wieder zu unnötigen Puckverlusten, auch eine 5:3-Überzahl konnte nicht genutzt werden. Besser machten es die Eisbären: Kapitän Pietzko schloss ein vorbildlich ausgespieltes Powerplay mit dem verdienten 2:1 ab (27.). Es folgten bange Minuten für die Herforder, die total den Faden verloren und mächtig unter Druck standen. Pietzko und Loecke auf Hammer Seite konnten einige riesige Chancen zum Glück nicht verwerten. Immer wieder stand Herfords Goalie Justin Figge im Brennpunkt und rettete ein ums andere Mal. Erst langsam befreiten sich die Ice Dragons aus der Umklammerung und kamen zunehmend zu Entlastungsangriffen. In der 37. Minute war dann Goalgetter R.J. Reed endlich einmal alleine durch und lockte Hamms Torwart Draeger in die rechte Ecke, um links einzuschieben. Das 2:2 zu diesem Zeitpunkt war schmeichelhaft für die Ice Dragons, die auch eine erneute Überzahl (38.) nicht vernünftig ausspielen konnten. Doch Hamm war gerade wieder komplett, da hielt Aaron Reckers zwei Sekunden vor Ende des Drittels einfach mal aus halbrechter Position von der blauen Linie drauf und erwischte Draeger eiskalt: 3:2 für den HEV! (40.)

Das letzte Drittel sah weiterhin unbändig kämpfende Eisbären, die aber ihre Chancen nicht nutzten und immer wieder an Justin Figge im Herforder Tor scheiterten. Der HEV kam seinerseits vermehrt zu guten Chancen, die aber letztlich zu ungenau ausgespielt wurden. Der Unmut der Hammer Zuschauer richtete sich zunehmend gegen die Schiedsrichter, von denen sie ihr Team in einigen sehr strittigen Situationen benachteiligt fühlten. Mitten in die Hammer Schlussoffensive platzte dann das 4:2 für den HEV. Florian Kiel und RJ Reed legten mustergültig für Killian Hutt auf, der aus etwa 5 Metern in halblinker Position dem Hammer Schlussmann mit einem gezielten Schlagschuss keine Chance ließ (57.). Hamm versuchte noch einmal alles und kam nach einer Strafe für Schmunk (58.) nochmal zum Powerplay, nahm schließlich auch den Torwart vom Eis, doch Zählbares sprang dank Justin Figge nicht mehr heraus. Die Trainer Job und Hoja („Hut ab vor meiner Mannschaft, wir kommen wieder!“) waren sich am Ende einig, dass Hamm einen großen Kampf geliefert habe, Herford aber seine Chancen besser genutzt habe.

Mit dem Sieg wahrten die Ice Dragons ihre Chance, am kommenden Freitag (22.12.) um 20:30 in Diez-Limburg die Tabellenspitze von den dortigen „Rockets“ zurückzuerobern, die mit ihrer Offensive derzeit 6 der ersten 8 Plätze in der Scorerliste der Liga belegen. Dagegen hat sich die HEV-Verletztenliste weiter vergrößert: Kris Gehring musste im zweiten Drittel aufgeben. Da zudem einige Spieler beruflich verhindert sind, wird die Aufgabe sehr schwer, auch wenn voraussichtlich über 100 Fans in Bussen und privat-PKWs die Ice Dragons nach Limburg begleiten werden.

Torfolge:
1:0 Kraft (4:11); 1:1 Staudt/Kiel (17:44);
2:1 Pietzko/Demuth/Kuntu-Blankson (26:50) PP1; 2:2 Reed/Hutt/Rempel (36:37); 2:3 Reckers/Nasebandt/Hutt (39:58);
2:4 Hutt/Reed/Kiel (56:36)

Strafminuten:
Hamm 12
Herford 8

Zuletzt geändert am: Dec 18 2017 um 1:39 PM

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