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21.09.2018 20:30
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Herforder EV00
2EG Diez-Limburg00
3Ratinger Aliens 9700
4EHC Neuwied00
5Hammer Eisbären00
6ERV Dinslaken Kobras00
7Soester EG00
8Luchse Lauterbach00
9Neusser EV00
10Löwen Frankfurt U2500





Ice Dragons gewinnen Spiel 1 im Halbfinale!

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So, genau so sieht Playoff-Eishockey aus! Gut 900 Zuschauer die ihre Mannschaften frenetisch anfeuern, 2 Teams, die sich auf dem Eis - hart, aber fair - nichts schenken, in denen jeder für jeden kämpft und niemals zurücksteckt. Gepaart mit  hohem Tempo und einer Menge Intensität sorgte das für Spannung, bis Gleb Berezovskij in der 59. Minute mit seinem Treffer zum 5:3 ins verwaiste Neuwieder Tor „den Deckel drauf“ machte!

Die ersten 4 Minuten gehörten klar den Gästen aus Neuwied, die sofort in der Partie waren und ungewohnt nervös wirkende Ice Dragons mächtig unter Druck setzten. Das die Hausherren in dieser Zeit nicht in Rückstand gerieten, lag zu großen Teilen an Kieren Vogel im Tor, der zwar Anfangs auch den ein oder anderen Wackler drin hatte, aber dennoch immer wieder dafür sorgte, dass die Scheibe vor der Linie blieb. Doch nach und nach legten die Ice Dragons die Nervosität ab, nahmen die Zweikämpfe an, fanden zu ihrer Linie. Das Spiel verlagerte sich nun mehr in die neutrale Zone,  dann fanden auch die Ice Dragons immer öfter den Weg vor das von Felix Köllejan gehütete Tor der Gäste. Der Treffer zum 1:0 in der 7. Minute fiel dann dennoch ein wenig überraschend. Nach einer eigentlich von den Gästen geklärten Torchance setzte Leon Nasebandt mit Nachdruck nach, erkämpfte sich die Scheibe noch im Neuwieder Verteidigungsdrittel, legte ab für Philipp Brinkmann, der sah den völlig frei stehenden Sven Johannhardt und der Routinier der Ice Dragons ließ sich nicht lange bitten, lupfte die Scheibe an Köllejan vorbei! In der Folge hatten die Ice Dragons die große Chance, die Führung auszubauen, verbrachten mehr als 4 Minuten am Stück in Überzahl, doch trotz bester Chancen, die Scheibe fand nicht den Weg ins Tor. Die Gäste hatten dann kurz vor Schluss des Drittels die Möglichkeit, ihrerseits in Überzahl zu spielen und so den Ausgleich zu erzielen, doch auch hier wollte kein Treffer fallen.

Das die Ice Dragons im zweiten Drittel nachlegen wollten, war klar zu erkennen. Einzig: Es blieb bei dem Versuch. Strafzeiten auf beiden Seiten, jeweils nur 4 Feldspieler auf dem Eis, die schnellen Stürmer beider Teams hatten nun viel Platz. Und den nutzen die Gäste deutlich besser. Die Ice Dragons hatten einen Neuwieder Angriff eigentlich geklärt, vertändelten dann die Scheibe aber in der eigenen Zone, plötzlich stand Dennis Schlicht frei vor Kieren Vogel und ließ die zahlreich mitgereisten Gästefans jubeln. Doch das Team von Jeff Job ließ sich dadurch nicht beeindrucken. Sie standen nun Defensiv stabil, versuchten sich die Gäste zurecht zu legen. Eine Überzahl in der 27. Minute brachte dann die erneute Führung. Das kuriose an dem Treffer: Eigentlich funktionierte diese Überzahl so gar nicht, die Aufbauversuche der Ice Dragons verpufften in der Neuwieder Defensive. Erst als Killian Hutt nach einem Pass von Aaron Reckers mit viel Tempo ins Neuwieder Drittel eindrang, beide Verteidiger gekonnt aussteigen ließ und auf Köllejan zusteuerte, entstand Torgefahr. Doch anstatt selbst den Abschluss zu suchen, legte er zurück, wo Ben Skinner eiskalt Maß nahm und seine Farben jubeln ließ. Die Ice Dragons schienen den Gegner nun ein wenig unter Kontrolle zu bekommen, blockten fast alle Angriffsversuche der Bären früh ab und hatten einige gute Gelegenheiten, nachzulegen. Einzig der dritte Treffer wollte nicht fallen. Dafür gelang dann den Gästen der erneute Ausgleich. Den Eishockeyfans musste es wie ein Déjà-vu vorkommen, war der 2. Treffer der Bären doch baugleich mit dem ersten, einzig die Spieler auf dem Eis waren andere. So war es Moritz Schug, der in der 38. Minute alles auf Anfang stellte. Dieser Treffer gab den Gästen zusätzlichen Schub, sie drückten nun ihrerseits auf die Führung, doch die Ice Dragons konnten, gestützt auf Kieren Vogel, das unentschieden mit in die 2. Pause nehmen.

Zu Beginn des letzten Drittels mussten sich die Ice Dragons mit aller Macht gegen die nun anrennenden Bären stemmen, sie benötigten ein wenig, um wieder selbst ins Spiel zu finden. Eine Energieleistung von Aric Schinke in der 45. Minute war dann der Auslöser dafür, dass die Ice Dragons wieder in Führung gehen konnten. Eigentlich hatten die Ice Dragons die Scheibe im gegnerischen Drittel bereits verloren, doch Schinke setzte nach, sprintete quer durch die Neuwieder Verteidigungszone und konnte im letzten Moment einen versuchten Pass blocken. Die Scheibe sprang Killian Hutt auf die Kelle, der spielte sofort zurück zu Schinke, der Verteidiger zog ab. Zwar konnte Köllejan den Schuss parieren, doch der Puck trudelte zurück bis zur blauen Linie, wo Nils Bohle nicht lange fackelte und aufs Tor schlenzte, um dann die Arme zum Jubeln in die Luft zu reißen! Als dann genau 60 Sekunden später Aaron Reckers einen Neuwieder Aufbaupass abfangen konnte, Gleb Berezovskij auf die Reise schickte und der Köllejan bei seinem Treffer zum 4:2 keine Chance ließ, sah es so kurzzeitig so aus, als wären die Bären geschlagen. Deren Coach Daniel Benske nahm umgehend eine Auszeit, stellte sein Team neu ein. Die Gäste warfen nun alles nach vorne, ihre Angriffsversuche verpufften aber an der Herforder Verteidigung oder am stark aufgelegten Kieren Vogel. Als es fast so wirkte, als würde den Gästen langsam die Kraft ausgehen, mittlerweile ließ der Druck der Bären merklich nach und die Ice Dragons kamen ihrerseits wieder deutlich mehr Torgelegenheiten, passierte es dann doch! Nach einem Abpraller war Michael Jamieson in der 54. Minute zur Stelle und verkürzte auf 4:3, es war wieder alles offen. Die Ice Dragons mussten nun alle ihre Qualitäten in der Defensive zeigen, mehr noch, als Aaron Reckers in der 58. Minute eine 2-Minuten Strafe kassierte. Die Gäste nahmen sofort den Torwart zu Gunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Kasten, doch die Ice Dragons hielten dem Druck stand. Der erste Versuch, das leere Tor zu treffen, ging noch knapp daneben, als dann jedoch Killian Hutt die Scheibe im eigenen Drittel erkämpfte, hinter dem Tor her zu Aric Schinke passte und der weiter zu Gleb Berezovskij, nahm der Stürmer Maß und sorgte mit seinem Treffer zum 5:3 für die Entscheidung und den Endstand. Fabian Staudt betrachtete das Ganze nach dem Spiel dann recht nüchtern: „Wir wollten zu Hause Druck machen, mit einem Sieg in die Serie starten. Es war ein gutes, schnelles Playoffspiel zwischen zwei Mannschaften auf gleichem Niveau, aber am Ende glaube ich haben wir verdient gewonnen.“

Torfolge:
1:0 Johannhardt/Brinkmann/Nasebandt (06:08); 1:1 D.Schlicht/Schug/S.Schlicht (22:44), 2:1 Skinner/Hutt/Reckers (26:56) PP1;
2:2 Schug/Fröhlich (37:50); 3:2 Bohle/Schinke/Hutt (44:09); 4:2 Berezovskij/Reckers (45:09); 4:3 Jamieson/S.Schlicht (53:01);
5:3 Berezovskij/Schinke/Hutt (58:21) EN UZ1

Strafminuten:
Herford 10
Neuwied 14 + 10 (Brabec)

Zuletzt geändert am: Mar 10 2018 um 11:12 PM

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