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22.03.2019 20:00
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Hammer Eisbären3693
2Herforder EV3689
3EHC Neuwied3682
4EG Diez-Limburg3667
5Ratinger Aliens 973662
6ERV Dinslaken Kobras3650
7Soester EG3648
8Neusser EV3628
9Luchse Lauterbach3613
10Löwen Frankfurt U25368





Ice Dragons gewinnen Ostwestfalenderby deutlich und klettern auf Platz 1!

News >> Senioren

Die Eishalle „Im kleinen Felde“ ausverkauft, der ärgste Konkurrent der Vorrunde, gleichzeitig auch DER Derbygegner schlechthin, zu Gast: Alles war angerichtet für einen spannenden, hochklassigen Eishockeyabend. Spannend war das Spiel jedoch lediglich bis zur 8. Spielminute, da führten die Ice Dragons bereits 3:0, überrannten die Gäste aus Paderborn am Ende unerwartet deutlich mit 10:2 und setzten sich, zumindest bis zum nächsten Wochenende, an die Spitze der Aufstiegsrundentabelle.

Ein Romanautor hätte den Beginn nicht besser schreiben können: Alex Seel, endlich mit deutschem Pass ausgestattet, beim Einlaufen mit Schwarz-Rot-Goldener Fahne begleitet und von den Fans frenetisch bejubelt, war es, der in der 2. Minute die Ice Dragons mit 1:0 in Führung brachte. Bis dahin hatten die Fans ein körperbetontes, schnelles Spiel gesehen, in dem sowohl Lars Morawitz im Herforder als auch Steve Themm im Paderborner Tor diverse Möglichkeiten hatten, sich auszuzeichnen. Nach dem ersten Treffer jedoch begannen die hochkonzentriert und fokussiert auftretenden Ice Dragons, den Gästen mehr und mehr den Schneid abzukaufen. Sie störten die Kreise der Paderborner Paradereihe effektiv, unterbanden so deren Spielaufbau und kreierten ihrerseits hochklassige Chancen. Ein Doppelschlag von Killian Hutt, der in der 6. Minute einen tollen Diagonalpass von Chad Evans und in der 8. Minute eine Vorarbeit von Dennis Schmunk verwertete, schien dann psychologische Wirkung zu haben. Die Gäste verloren die Zielstrebigkeit in ihren Aktionen, ließen sich mehr und mehr ins eigene Drittel drängen. Das 4:0 durch Chad Evans, der in der 17. Minute in Überzahl traf, schien da eine logische Konsequenz. Die Ice Dragons wurden nun immer dominanter, die Gäste immer ratloser. Immer wieder hatten die Herforder Fans den Torschrei auf den Lippen, doch Steve Themm im Gästetor zeigte sich als Fels in der Brandung. Jedoch nur bis zum Pausenpfiff! Nach einem nach dem Pfiff abgefeuerten Schuss, der normalerweise von den Verteidigern umgehend geahndet wird, nahm er das Heft selbst in die Hand und ging Chad Evans rüde an, wofür er mit einer Spieldauerstrafe belegt wurde und seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies.

Im zweiten Drittel begannen die Ice Dragons dann mit einer 5-minütigen Überzahl, hatten aber Schwierigkeiten, die Scheibe am nun zwischen den Pfosten stehenden Tobias Loepp vorbei zu bekommen. Erst 16 Sekunden vor Ablauf der Strafe konnten sie aus der numerischen Überlegenheit Kapital schlagen, erneut war es Killian Hutt, der die Scheibe im Tor unter brachte. Jetzt überrannten die Ice Dragons die Gäste förmlich, wirbelten mit tollen Kombinationen durchs Paderborner Drittel, scheiterten jedoch ein ums andere Mal im Abschluss. Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe Leon Nasebandt nach Vorarbeit von Dennis Schmunk in Unterzahl auf 6:0 erhöhte. Leider eine der letzten Aktionen von Dennis, der mit einem gebrochenen Zeh vom Eis musste. Fabian Staudt legte dann in der 35. Minute gar das 7:0 nach! Ganz ohne eigenen Treffer wollten die Paderborner Panther jedoch nicht bleiben, und in der 38. Minute bekamen sie ihre Chance! Erstmals schafften es die Ice Dragons nicht, die Paradereihe der Panther aus dem Spiel zu nehmen, da war es auch schon geschehen. Über Artjom Kostyrev und Ernst Reschetnikow kam die Scheibe zu Raimonds Upenieks, der Lars Morawitz zum 7:1 überwand. Die Freude über den Treffer währte jedoch kurz, nur 40 Sekunden später stellte Nils Bohle den alten Abstand wieder her.

Nils Bohle war es auch, der das Spiel im letzten Drittel eröffnete, als er in der 43. Minute auf 9:1 erhöhte. 
Erneut konnten die Gäste verkürzen: Artjom Kostyrev gewann in der 45. Minute in Überzahl ein Bully vor dem Herforder Tor, die Scheibe kam über Ernst Reschetnikow zu Raimonds Upenieks und der traf über die Schulter von Lars Morawitz genau in den Winkel. Die Antwort folgte jedoch erneut schnell, Fabian Staudt machte das Ergebnis in der 47. Minute zweistellig. Nun wurde das Spiel immer ruppiger, was in einigen großen Strafen in den letzten 10 Minuten gipfelte. So durften Hans-Jochen Kalb und Fabian Staudt in der  54. Minute jeweils mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig duschen gehen, Raimonds Upenieks bekam nur 2 Minuten später gar eine Matchstrafe wegen eine Kopfstoßes gegen Killian Hutt, bei dem sich Hutt die Nase brach.
Anschließend kühlte sich die aufgeheizte Atmosphäre auf dem Eis zum Glück wieder ab, Tore fielen keine mehr und so blieb es bis zum Schlusspfiff beim 10:2.

Torfolge:
1:0 Al.Seel/Klein/Staudt (1:51); 2:0 Hutt/Eans/Bohle (5:12); 3:0 Hutt/Schmunk/Evans (7:22);
4:0 Evans/Brinkmann/Kiel (16:51) PP1; 5:0 Hutt/Kiel (24:44) PP1; 6:0 Nasebandt/Schmunk (29:03) UZ1;
7:0 Staudt (34:48), 7:1 Upenieks/Reschetnikow/Kostyrev (37:55); 8:1 Bohle/Hutt/Evans (38:33);
9:1 Bohle/Hutt/Evans (42:41); 9:2 Upenieks/Reschetnikow/Kostyrev (44:13) PP1;
10:2 Staudt/An.Seel/Gehring (46:13)
 

Strafminuten:
Herford 27 + Spieldauer (Staudt)
Paderborn 24 + 2*Spieldauer (Themm, Kalb) + Matchstrafe (Upenieks)

Zuletzt geändert am: Jan 17 2016 um 1:19 AM

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