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17.12.2017 18:30
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Herforder EV1842
2EG Diez-Limburg1737
3Hammer Eisbären1734
4EHC Neuwied1832
5Ratinger Aliens 971832
6Soester EG1618
7ERV Dinslaken Kobras1918
8Neusser EV1814
9Luchse Lauterbach1710





Ice Dragons entscheiden das Spitzenspiel für sich!

News >> Senioren

Die Frage, was ein echtes Spitzenspiel ausmacht, ist einfach zu beantworten: 2 Mannschaften, die weit oben in der Tabelle stehen, gutes Eishockey mit hohem Tempo spielen und über volle 60 Minuten freiwillig keinen Zentimeter Eis preisgeben. Denn dann ist Spannung garantiert. Wenn dazu noch die Fans beider Teams ihre Mannschaft bedingungslos und lautstark unterstützen, wird die Sache rund! Alle, die gestern Abend in der Eishalle „Im kleinen Felde“ waren, werden jetzt sagen: „Kriterien erfüllt, es war ein würdiges Spitzenspiel!“ Am Ende musste in dieser hochklassigen, spannenden Partie dann das Penaltyschießen entscheiden. Das die Ice Dragons am Ende jubeln konnten, war aus Herforder Sicht nur das „Tüpfelchen auf dem i“ an diesem tollen Eishockeyabend!



Gleich die erste Überraschung gab es beim Einlauf, Dennis Schmunk, der eigentlich im Sommer seine Karriere beendet hatte, lief für die Ice Dragons auf, sollte dem Team, dass neben dem gesperrten RJ Reed auch auf die erkrankten Lukas Derksen und Lucas Klein verzichten musste, als zusätzlicher Verteidiger helfen. Die zweite Überraschung war das Tempo, mit dem die Ice Dragons das Spiel begannen. Die Gäste waren noch nicht so ganz auf dem Eis, da stand es bereits 1:0. Gleb Berezovskij hatte sein Team, in Szene gesetzt von Philipp Brinkmann und Leon Nasebandt, bereits nach 44. Sekunden in Führung gebracht. Doch dieser Treffer war ein Weckruf für die Eisbären, die das Spiel jetzt an sich rissen und die Ice Dragons mehr und mehr unter Druck setzten. Eine feine Einzelleistung von Oliver Kraft, der sich bei einem Sololauf über das gesamte Eis nicht aufhalten ließ, sorgte in der 5. Minute für den Ausgleich. Was nun folgte war ein hartes Stück Arbeit für die Ice Dragons, die gegen läuferisch und gedanklich schnellere Gäste immer wieder den berühmten Schritt zu spät kamen. Ein Tor von Ibrahim Weißleder in der 9. Minute und ein Treffer von Kevin Thau in der 16. Minute brachten die Gäste so dann auch verdient mit 1:3 in Führung, die Ice Dragons fanden im im ersten Drittel nicht zurück ins Spiel, immer wieder mussten Kieren Vogel und seine Vorderleute in höchster Not klären, konnten bis zur Pause jedoch einen höheren Rückstand verhindern.



Was auch immer Jeff Job in der Pause seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben hatte, es schien zu fruchten. Sie ließen ihren Gegenspielern im 2. Drittel weniger Platz, bissen sich in die Partie und erarbeiteten sich Chancen. Eine Energieleistung von Kapitän Fabian Staudt war es dann, die den Anschluss brachte. Er tankte sich gegen die Verteidiger der Gäste durch und tauchte frei vor Sebastian May auf. Zwar scheiterte er mit seinem Abschluss, der Abpraller jedoch landete auf der Kelle von Gleb Berezovskij, der die Scheibe über May hinweg in die Maschen schlenzte, die Ice Dragons waren wieder dran. Sie versuchten ihrerseits die Gäste unter Druck zu setzen, hatten nun deutlich mehr vom Spiel. Als Killian Hutt sich dann in der 32. Minute gleich gegen 2 Mann an der Bande durchsetzte, mit der Scheibe bis hinter das Gästetor lief, von da aus den heran rauschenden Nils Bohle im Slot mustergültig bediente und der humorlos zum 3:3 abschloss, witterten die Ice Dragons ihre Chance, die Partie zu drehen. Eine Strafe gegen die Gäste spielte ihnen dabei dann noch in die Karten, das Unterzahlspiel der Gäste jedoch war bärenstark, die Ice Dragons kamen kaum in Position. Wie gut, wenn man dann einen Killian Hutt in Spiellaune in seinen Reihen hat. Denn der kopierte einfach mal, von Fabian Staudt in der 37. Minute auf die Reise geschickt, die Vorarbeit zum Ausgleich. Von seinen Gegenspielern nicht zu stoppen fand er dieses Mal Leon Nasebandt als Abnehmer vor dem Tor und erneut hatte May keine Chance, die Ice Dragons waren mit 4:3 in Führung gegangen. Wer jetzt dachte, diese Treffer würde den Gästen den Zahn ziehen, hatte jedoch die Rechnung ohne den Sprichwörtlichen Wirt gemacht. Nur 45 Sekunden später stand Kevin Trapp goldrichtig, um einen Abpraller ins von Kieren Vogel gehütete Gehäuse zu wuchten, und den 4:4 Pausenstand herzustellen.

Kontrollierte Offensive, ein aus dem Fussball bekannter und von Otto Rehagel geprägter Begriff war das Zauberwort für beide Teams im letzten Drittel. Wohl wissend, dass der nächste Treffer der entscheidende sein könnte, versuchten beide Teams, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Abwechselnd hatten beide Teams ihre Druckphasen, die jeweils immer ein paar Minuten anhielten. Doch weder die spielerisch und läuferisch etwas stärkeren Gäste, noch die bis zum umfallen kämpfenden Ice Dragons, konnten etwas zählbares aus ihren teils hochkarätigen Chancen machen, zu stark präsentierten sich beide Torhüter. Eine Minute vor Schluss der regulären Spielzeit dann der größte Schreckmoment des Spiels. Killian Hutt sprintete einer Scheibe hinterher, bekam sie in der Ecke und spielte sie weiter, der Hammer Verteidiger Michal Spacek kam zu spät, versuchte sich wegzudrehen, erwischte Hutt dennoch voll. Der Kanadier blieb auf dem Eis liegen, musste anschließend vom Eis geführt und außerhalb weiter behandelt werden. Die Strafe für Spacek: 2 Minuten wegen Bandenchecks, eine Entscheidung die die Herforder Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert bedachten und die auf der Herforder Bank für heftiges Kopfschütteln sorgte. Trotz der Überzahl konnten die Ice Dragons das Spiel in der regulären Zeit jedoch nicht mehr für sich entscheiden, es ging in die Verlängerung. Die 5 Minütige Verlängerung war ein Abbild des letzten Drittels. Beide Teams hatten Ihre Chancen, beide konnten kein Kapital draus schlagen. Knapp 4 Minuten der Verlängerung waren um, als plötzlich Jubel in der Halle aufbrandete. In einer Spielunterbrechung betrat Killian Hutt wieder das Eis, lief zurück zur Bank, konnte das Spiel wieder aufnehmen. Sportlich fair auch die Reaktion von Michal Spacek, der ihm sofort entgegen ging und mit einem Klaps auf die Schoner begrüßte, sichtlich erleichtert das nichts schlimmeres passiert war! Ein Tor wollte in der Verlängerung jedoch nicht mehr fallen, das Penaltyschießen musste entscheiden.



Es waren die Goalies, die dem Penaltyschießen ihren Stempel aufdrückten. May hielt gegen Staudt und Reckers, Vogel ließ Benes und Spacek keine Chance. Killian Hutt war der dritte Herforder Schütze, lief mit einem weiten Bogen über rechts an, verlud er May und schaufelte die Scheibe ins Netz. Kevin Thau musste nun für Hamm ausgleichen, lief an und verwandelte humorlos. Es ging in den Tie-Break, nun hatten die Gäste den ersten Schuss. Erneut lief Thau an, fand dieses Mal jedoch seinen Meister in Vogel. Nun hatte Killian Hutt es in der Hand, lief an, probierte einen anderen Trick und konnte jubelnd abdrehen, frenetisch gefeiert von den Herforder Fans!

Torfolge:
1:0 Berezovskij/Nasebandt/Brinkmann (0:44); 1:1 Kraft/Demuth/Thau (04:48); 1:2 Weißleder/Pietzko/Benes (08:34); 1:3 Thau/Ehlert/Cohut (15:58); 2:3 Berezovskij/Staudt (27:04); 3:3 Bohle/Hutt (31:25);
4:3 Nasebandt/Hutt/Staudt (36:46) PP1; 4:4 Trapp/Ehlert/Cohut (37:33) 5:4 Hutt (65:00) entscheidender Penalty

Strafminuten:
Herford 6
Hamm 10
 

Zuletzt geändert am: Nov 18 2017 um 10:33 PM

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