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Herforder Bambini rücken Platz drei dichter auf die Pelle

„Die Mannschaft ist gut, aber die anderen sind alle so Gorillas und Grizzlies“ meinte eine junge Zuschauerin in der Eishalle am kleinen Felde, und traf damit den Nagel auf den Kopf. Auch beim zweiten von vier Durchgängen blieb für die Bambini des Herforder EV am Ende nur der vierte Rang übrig. Diesmal aber musste schon einiges Pech zusammenkommen.

Schon bei der Skillübung zeigte sich, dass man dem drittplatzierten Herner EV erneut dicht auf den Fersen ist. Am Ende entschieden 0,4 Sekunden zugunsten der Herner. Doch auch von den „Übermannschaften“ aus Hannover und Kassel trennen die Ice Dragons nur 1,3 bzw. 1,7 Sekunden – wahrlich keine Welten. Doch knapp daneben ist eben auch vorbei, und so gingen die Herforder bei den Skills auch im zweiten Anlauf der Saison leer aus.

 

Herford – EJ Kassel Young Huskies  0:11 (0:4, 0:7)

Im Auftaktspiel gegen Kassel hieß es für die neutralen Zuschauer dann wieder „Augen reiben“: Sind das wirklich Neunjährige? Mancher wollte spontan ein Geschäft mit „Kindermoden ab 1,70 m Körpergröße“ eröffnen. Wieder wird deutlich: Auf Seiten der Ostwestfalen spielen alle Eishockey-Kinder, die es in Herford und Bielefeld gibt, bei den Gegenmannschaften die ausgewählt größten und stärksten aus einem weit größeren Reservoir. So kam es einer Überraschung gleich, dass die Ice Dragons dank des überragend haltenden Nick Ekrot zu Halbzeit nur 0:4 hinten lagen. Nach vorne ging gegen den überlegen Gegner wenig, und nach kurzem Zwischengas der Huskies stand es am Ende 0:11. „Mund abwischen, weiter machen“ hieß es mit Olli Kahn.

 

Herford – Herner EV 3:4 (1:2, 2:2)

Zum erwarteten Showdown um Platz drei entwickelte sich wie schon in Hannover die Begegnung gegen Herne. Noch deutlicher als in der Vorwoche zeigte sich, dass die Ice Dragons trotz der auch hier sichtbaren körperlichen Unterlegenheit mit dem Herner EV absolut auf Augenhöhe agieren. Umso wütender die Proteste des Herforder Anhangs, als Herne nach einer grenzwertigen Situation glücklich mit 1:0 in Führung ging: Für alle deutlich hörbar war der Wechsel der Reihen angesagt, die Herforder ließen regelkonform die Scheibe liegen und sausten vom Eis, doch ein Herner Spieler zog nochmal kurzentschlossen ab: Tor! – So  jedenfalls entschied es Schiedsrichterin Lange, die als einzige in der Halle eine „kontinuierliche Aktion“ gesehen haben wollte.  Dem stürmisch gefeierten Ausgleichstreffer folgte ein Blackout zum 1:2, mit dem es in die Halbzeit ging. In Hälfte zwei „klingelte“ es dann auf jeder Seite noch zwei Mal, wobei sich der Herner Torhüter, etwa 20 cm größer als sein Gegenüber, ein ums andere Mal auszeichnete und die Stürmer der Ice Dragons zum Verzweifeln brachte. So kam beim Endstand von 3:4 nochmal Bitterkeit über das gegebene unfaire 0:1 auf, aber immerhin bedeutete das 2:2 aus der 2. Halbzeit einen Punkt. Die Torschützen für den HEV: David Woltmann, Alexander Lauer und Janis Bode.

 

Herford – EC Hannover Young Indians 1:15 (0:8, 1:7)

Zum Abschluss ging es wieder gegen die Hannover Indians, die wohl eine der derzeit besten Bambini-Truppen des Landes darstellen, und die auf Turnieren auch schon mal 124:0 gewinnen. Im Vorjahr waren die heutigen Kleinschüler mit 0:35 gegen diesen Gegner untergegangen. Zwar hatten die Trainer der Hannoveraner signalisiert, ihr Team würde nicht von Anfang an „Vollgas“ geben und das Turnier eher locker nach Hause fahren. Doch der Vorsatz hielt nicht lange, weil die Indians schnell merkten, dass man die Herforder Defensive nicht mit halber Kraft knacken konnte. Nach 16 Minuten ging es mit 0:8 in die Halbzeit, und in Runde zwei konnten die Ice Dragons erstmals über ein Tor gegen den EC Hannover jubeln, als David Woltmann einen sehenswerten Gegenangriff erfolgreich abschloss – viel mehr hatte auch Kassel nicht geschafft. Zum Schluss hieß es 1:15, und jeder konnte das Ergebnis einordnen.

 Am Ende kamen die Teams beim zweiten Turnier der Saison nicht nur in derselben Reihenfolge, sondern auch mit derselben Punktzahl wie beim ersten durchs Ziel. Der Terminplan im Dezember bleibt dichtgedrängt: Zweimal noch (16. und 22.12.) müssen die jungen Ice Dragons in dieser Liga zum Turnier antreten, dann werden die Karten neu gemischt. Es zeichnet sich ab, dass man ab Januar mit den Teams aus Herne, Essen und wahrscheinlich Dortmund in einer Vierergruppe spielt.

Zuletzt geändert am: Dec 11 2012 um 3:52 PM

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