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20.10.2019 20:00
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1EG Diez-Limburg515
2EHC Neuwied59
3Herforder EV48
4Ratinger Aliens 9745
5ERV Dinslaken Kobras44
6Hammer Eisbären43
7Neusser EV41





Gegen Herford kann man mal verlieren – Ice Dragons besiegen Spitzenreiter!

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Es war der erhoffte große Abend der Ice Dragons, eines dieser Spiele, in dem große Spieler geboren werden. Doch einen einzelnen Spieler herausheben konnte man nun wirklich nicht, denn das ganze Team wuchs über sich hinaus und schaffte das, woran sich 15 Spiele lang alle anderen Teams der NRW-Liga die Zähne ausgebissen hatten: Liga-Primus Dortmund zu bezwingen! Vor gut 500 Fans, davon ca. 50 mitgereiste aus Dortmund, ließen sich die Ice Dragons trotz dreier Rückschläge nicht aus dem Konzept bringen, kämpften wie die Löwen und siegten in einem rasanten und hochklassigen Spiel mit 4:3 nach regulärer Spielzeit, wodurch sie die Eishalle „Im kleinen Felde“ phasenweise in ein Tollhaus verwandelten.

Coach Uwe Geiselmann hatte einen Plan und sein Team hatte den verinnerlicht, das merkte man sofort! Die spielerisch überlegenen Dortmunder wurden von der ersten Sekunde an immer wieder von den schnellen Herforder Stürmern unter Druck gesetzt, wobei alle drei Reihen einen hervorragenden Job machten! Zwar erspielten sich die Gäste eine optische Überlegenheit, aber wenn die Ice Dragons vor das von Marius Dräger gehütete Gästetor kamen, wurde es immer brenzlig. So auch in der 4. Spielminute, als erst Leon Nasebandt nach Vorarbeit von Philipp Brinkmann scheiterte, dann aber Kris Gehring die Scheibe mit der Rückhand zum 1:0 über die Linie drückte und für den ersten Jubelsturm im Stadion sorgte. In der Folgezeit verlagerte sich das Spiel dann zwar immer mehr in Richtung des von Sören Werth gehüteten Herforder Tores, doch die Ice Dragons verteidigten verbissen, schmissen sich in Schüsse und halfen ihrem Goalie, wo sie nur konnten. So blieb der Favorit aus Dortmund zwar optisch und spielerisch überlegen, aber zu harmlos im Abschluss, um den Herforder Schlussmann zu bezwingen. Auf der Gegenseite fuhren die Ice Dragons zwar wenige, dann aber brandgefährliche Konter, fanden aber keinen Weg vorbei an Marius Dräger. Es sah bis zur 19. Minute danach aus, dass die Ice Dragons die knappe Führung würden halten können, dann jedoch kamen die Dortmunder doch noch zum Ausgleich. In doppelter Überzahl benötigten sie nur 13 Sekunden, um die Aufstellung zu finden und Kai Domula an der blauen Linie freizuspielen. Sein Schlenzer wurde vor dem Tor noch von Constantin Wichern unhaltbar abgefälscht und glich das Spiel in der 19. Minute aus. Wer jetzt dachte, die Dortmunder würden nun mit ihrer spielerischen Überlegenheit die Kontrolle voll übernehmen, sah sich jedoch getäuscht. Die Ice Dragons verteidigten weiter aggressiv und zwangen die Gäste so zu Fehlern im Aufbau. Einen dieser Fehler nutzte Jan-Niklas Linnenbrügger 31. Sekunden vor Schluss des 1. Drittels, der einen Pass abfing, seinen Gegenspielern davon lief und dann allein vor Dräger cool in den Winkel zum 2:1 Pausenstand abschloss.

Das zweite Drittel begannen die Gäste aggressiver, versuchten den Ice Dragons den Schneid abzukaufen. Die Ice Dragons hielten jedoch voll dagegen und blieben bei ihrem Spielplan. Weiterhin attackierte ein Stürmer den scheibenführenden Dortmunder, während die 4 anderen Feldspieler sich an der eigenen blauen Linie formierten, um die angreifenden Dortmunder einzubremsen. So konnten die Ice Dragons, weiterhin gestützt auf einen starken Sören Werth, die Dortmunder am Ausgleich hindern und ihrerseits immer wieder gefährliche Konter fahren. Als dann noch die Dortmunder in der 30. Minute eine Strafzeit kassierten, regte sich auf den Rängen die Hoffnung, die Führung ausbauen zu können. Doch die Ice Dragons hatten die Rechnung ohne Malte Bergstermann gemacht. Einem Befreiungsschlag der Dortmunder, den Sören Werth hinter dem eigenen Tor stoppte, ging Bergstermann couragiert hinterher, erkämpfte sich die Scheibe hinter dem Tor, narrte einen zurückeilenden Herforder Verteidiger und lies Werth keine Chance. So stand es nach 30 Minuten wieder unentschieden. Wieder versuchten die Dortmunder mit ihrem Kombinationsspiel die Partie endgültig zu drehen. Und wieder hatte Jan-Niklas Linnenbrügger etwas dagegen! In der 37. Minute lieferte er beinahe ein Duplikat seines ersten Tores, als er erneut einen Aufbaupass abfing, erneut eiskalt abschloss und die Ice Dragons wieder in Führung brachte! Die Halle stand Kopf! In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams gegenseitig, so dass es auch in die zweite Pause mit einer knappen Herforder Führung ging.

Auch im letzten Drittel änderte sich am Spiel nicht viel, es war weiterhin der Kampf auf des Messers Schneide. Wieder kamen die Gäste besser aus der Kabine, drängten die Ice Dragons in die eigene Zone und auf den Ausgleich. In der 45. Minute dann war es erneut passiert. Vollkommen unbedrängt bekam Michael Alda die Scheibe im Slot, ließ Sören Werth mit einem tollen Move aussteigen und erzielte das 3:3. Doch die Ice Dragons hatten schon bewiesen, dass sie sich nicht davon aus der Ruhe bringen lassen würden. Und so war es auch dieses Mal. Keine 4 Minuten später zeigten sie ein tolles Überzahlspiel, an dessen Ende Leon Nasebandt aus kurzer Distanz zum 4:3 einschob, die Fans stimmten mittlerweile die „Humba“ auf der Tribüne an! Doch noch waren knapp 12 Minuten zu spielen. Die Dortmunder rannten an, verzweifelten dabei aber immer mehr an der Defensive der Ice Dragons und Sören Werth. Auf der Gegenseite dann in der 55. Minute die Chance zu Endgültigen Entscheidung, wieder war Jan-Niklas Linnenbrügger alleine durch! Doch den Fans blieb der Jubelschrei im Halse stecken, denn dieses Mal blieb Linnenbrügger nur 2. Sieger. Gleich im Gegenzug mußte dann Sören Werth noch einmal Kopf und Kragen riskieren, hielt aber die Führung fest. So drängten die Dortmunder bis zur letzten Minute auf den Ausgleich, nahmen sogar den Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Ein Gerangel kurz vor Schluss sorgte dann für eine Dortmunder Unterzahl, doch auch davon ließ sich der Liga-Primus nicht bremsen und machte Druck, doch gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Ice Dragons war einfach kein Durchkommen! Auf den Rängen wurden die letzten Sekunden heruntergezählt und am Ende hatten die Fans, denen ein tolles Eishockeyspiel geboten wurde, einen Grund gemeinsam mit der Mannschaft zu feiern!

Torfolge:

1:0 Gehring/Nasebandt/Brinkmann (3:51); 1:1 Wichern/Domula (18:01) PP2; 2:1 Linnenbrügger (19:29);
2:2 Bergstermann (30:42) UZ1; 3:2 Linnenbrügger (36:49); 3:3 Alda/Kuntu-Blankson (44:24);

4:3 Nasebandt/Klein/Staudt (48:03) PP1

Strafminuten:

Herford 14 + 10 (Staudt)
Dortmund 23 + Spieldauer (Berger)

Zuletzt geändert am: Feb 08 2014 um 5:23 PM

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