Last Game
6:0
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Herforder EV00
2Hammer Eisbären00
3EHC Neuwied00
4EG Diez-Limburg00
5Ratinger Aliens 9700
6ERV Dinslaken Kobras00
7Neusser EV00





Ersatzgeschwächte Ice Dragons gewinnen Spitzenspiel in Wiehl!

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Personell fast auf dem Zahnfleisch, kämpferisch ganz groß, so zeigten sich die Ice Dragons am Samstagabend in Wiehl! Keine 24 Stunden nach dem Heimspiel gegen Soest mussten die Ice Dragons zusätzlich noch auf ihren Kapitän verzichten, der mit einer fiebrigen Erkältung zu Hause blieb. In einem äußerst fairen und gutklassigen Spiel mussten die Mannschaft von Kai Frenzel und Michael Reim wie schon am Freitag zwei Mal einem Rückstand hinterher laufen, ehe sie am Ende verdient mit 6:3 beim Tabellenzweiten gewann und sich von den gut 50 mitgereisten Herforder Fans feiern lassen konnte.
 

Die Sorgenfalten bei den Trainern wurden schon der Abfahrt noch einmal ein klein wenig tiefer, war doch nach der Absage von Fabian Staudt klar, das lediglich die erste Reihe in gewohnter Formation würde auflaufen können, Reihe zwei und drei mussten erneut durcheinandergewirbelt werden. Die Umstellungen waren den Ice Dragons anzumerken, von Beginn an sahen sie sich einem hohen Druck der Gastgeber ausgesetzt. Vor allem die Reihe um den Wiehler Torjäger Dominik Cerovsky sorgte immer wieder für Gefahr vor dem von Lars Morawitz gehüteten Tor. In der 8. Minute dann zahlte der Wiehler Druck sich aus. Eigentlich hatten die Ice Dragons gerade eine Angriff geklärt, Dennis Flachmeier bekam die Scheibe hinter dem Tor, trat an um den Aufbau voran zu treiben, blieb mit einem Schlittschuh in einem Riss im Eis hängen, stolperte und verlor dadurch die Scheibe. Sebastian Kunde stand genau richtig, zog trocken ab und Wiehl führte 1:0. Doch die Ice Dragons antworteten schnell! Keine 40 Sekunden später kam die Scheibe über Chad Evans zu Nils Bohle, der trat an, zog in Höhe des linken Bullypunktes ab und die Scheibe schlug unhaltbar für den Wiehler Goalie Nils Isselhorst im Winkel ein. Doch der Wiehler Druck ließ nicht nach, was erneut nur 60 Sekunden später zu einem weiteren Torerfolg  der Gastgeber führte. Dominik Cerovsky ließ an der Bande zwei Herforder aussteigen, passte scharf an den kurzen Pfosten und dort stand Simon Cremer goldrichtig, um zum 2:1 einzunetzen. Die Ice Dragons stemmten sich in dieser Phase mit aller Macht gegen die Wiehler Angriffsbemühungen, wurden nach und nach sicherer und hielten die Gastgeber mehr und mehr vom Herforder Tor fern. Der Ausgleich in der 17. Minute war zu diesem Zeitpunkt jedoch immer noch glücklich. Eigentlich war es nicht einmal eine echte Torchance, Chad Evans hatte an der blauen Linie die Scheibe bekommen und umringt von mehreren gegnerischen Spielern keine Anspielstation. Doch er sah die Lücke, hielt trocken drauf und Isselhorst konnte erst reagieren, als die Scheibe schon im Netz zappelte. Der Treffer gab den Ice Dragons Auftrieb, sie behielten nun die Wiehler Angriffsbemühungen unter Kontrolle und hielten das Unentschieden bis zur 1. Pause.

Im zweiten Drittel wirkten die Ice Dragons von Beginn an deutlich sicherer. Jegliche Wiehler Angriffsbemühung wurde im Keim erstickt, immer öfter tauchten die Ice Dragons Stürmer frei vor Isselhorst auf, der jedoch seinen Kasten sauber hielt. In der 29. Minute dann aber kamen sie endlich zum Erfolg. Killian Hutt war ins gegnerische Drittel gelaufen, narrte seinen Gegenspieler, sicherte die Scheibe hinter dem Tor, sah den heran laufenden Chad Evans und legte die Scheibe in den Slot. Evans ließ sich nicht lange bitte, vollendete trocken zum 2:3! In der Folgezeit stand immer wieder Isselhorst im Blickpunkt, konnte jedoch mit Glück und Geschick weitere Treffer verhindern. Lars Morawitz im Herforder Tor bekam nun weniger zu tun, war aber auch jederzeit auf dem Posten, so dass es mit der knappen Herforder Führung in die zweite Pause ging.
Im letzten Drittel erwischten die Ice Dragons dann einen Auftakt nach Maß. 1 Minute war gespielt, da schaltete Lucas Klein im Gewühl vor Isselhorst am schnellsten und erhöhte auf 2:4. Die Ice Dragons hatten das Spiel nun unter Kontrolle, warteten geduldig auf Fehler der Gastgeber. Als dann noch Julian Cammann in der 43. Minute vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, er hatte Alexander Seel unabsichtlich mit dem Schläger im Gesicht erwischt, wobei sich Seel eine Platzwunde zugezogen hatte, sah es so aus, als würden die Ice Dragons nun die Entscheidung erzwingen können. Doch irgendwie funktionierte das Überzahlspiel überhaupt nicht, die Minuten tickten runter, ohne das die HEV Cracks ein Tor erzielen konnten. Erst bei 5 gegen 5 in der 50. Minute waren die Ice Dragons wieder erfolgreich. Erneut war Killian Hutt Ausgangspunkt, der neben dem Tor die Scheibe gegen 2 Mann behauptete, Chad Evans mustergültig bediente und dann gemeinsam mit Evans das 5:2 bejubeln konnte. In der 56. Minute hatten die Ice Dragons dann noch einmal eine Schrecksekunde. Nach einem langen Pass war auf einmal Cerovsky frei durch, konnte von Lucas Klein nur durch ein Foul am Abschluss gehindert werden. Die Schiedsrichter entschieden korrekt auf Penalty. Cerovsky lief an, zog ab und sah dann nur die Fanghand von Morawitz hochzucken, der die Scheibe aus der Luft fischte und dafür anschließend von den Herforder Fans gefeiert wurde. 3 Minuten später jedoch machte es Henrik Isselhorst besser. Er lief über links ins Herforder Drittel, zog direkt ab und traf unhaltbar in den Winkel, Wiehl war wieder auf 2 Tore ran und noch waren 2 Minuten zu spielen. Doch die Ice Dragons ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, im Gegenteil. Als der Wiehler Coach Nils Isselhorst für einen weiteren Feldspieler vom Eis nahm, startete Kevin Rempel auf links durch, ließ einen Gegenspieler aussteigen und schob die Scheibe locker mit der Rückhand zum 3:6 Endstand ins Tor. Nils Bohle war nach dem Spiel nicht vom Ausgang überrascht:“Klar, wir haben ein paar Ausfälle zu verkraften, aber bei uns rennt jeder für jeden und damit sind wir dann auch in schweren Spielen erfolgreich!“

Torfolge:
1:0 Kunde/Kosche/Schumacher (7:53); 1:1 Bohle/Evans (8:35); 2:1 Cremer/Cerovsky/Kuntz (9:33);
2:2 Evans/Hutt/Kiel (16:23); 2:3 Evans/Hutt/Kiel (28:56) PP1; 2:4 Klein/Seel (41:13); 2:5 Evans/Hutt (49:30);
3:5 H.Isselhorst/Cremer/Beste (57:48); 3:6 Rempel (60:00) UZ1 EN

Strafminuten:
Wiehl 17 + Spieldauer (Cammann)
Herford 10

Zuletzt geändert am: Feb 14 2016 um 2:44 AM

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