Last Game
6:0
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Hammer Eisbären3693
2Herforder EV3689
3EHC Neuwied3682
4EG Diez-Limburg3667
5Ratinger Aliens 973662
6ERV Dinslaken Kobras3650
7Soester EG3648
8Neusser EV3628
9Luchse Lauterbach3613
10Löwen Frankfurt U25368





DIE Spielerlegende kehrt als Trainer zurück!

News >> Senioren

Die langjährigen Herforder Fans bekommen noch heute Gänsehaut und glasige Augen, wenn man sie auf die „Flipper-Melodie“ anspricht. Selbst die Jüngeren kennen es von Hörensagen und wissen sofort worum es geht: Jenes Lied, das Ende der 80iger, Anfang der 90iger Jahre durchs Stadion schwappte, wenn ein gewisser Herr Job in Richtung gegnerisches Tor stürmte. Weit mehr als 1000 Kehlen fingen dann an zu singen „Wir haben Jeff Job, Jeff Job, gleich wird er kommen, jeder kennt ihn, von Moskau bis Wien…“
Ja, dieser Stürmer war für die Fans schon immer etwas ganz besonderes, nicht viele Spieler bekamen ihr eigenes Liedgut spendiert.

Über 20 Jahre sind seitdem vergangen, der mittlerweile 52-jährige Kanadier hat sich in diversen Stationen vom überragenden Stürmer zum erfahrenen und renommierten Trainer entwickelt. Schon nach seiner Zeit in Herford zeigte er, dass der Job an der Bande auch zu ihm passen könnte, beim Berliner SC war er eine Saison Spielertrainer der ersten Mannschaft, die meiste Zeit während seiner 7 Jahre dort jedoch vor allem Stürmer und Nachwuchstrainer. Als es ihn nach seiner aktiven Karriere nach Sterzing zog um dort als Chefcoach im Nachwuchsbereich zu arbeiten, hätte er sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, 10 Jahre zu bleiben, ab und an auch die 1. Mannschaft zu coachen und vor allem Nationaltrainer im italienischen Nachwuchsbereich zu werden.

Nach Stationen in Innsbruck, unter anderem als Co-Trainer in der Erste Bank Eishockey Liga, der höchsten Liga in Österreich, Kitzbühl und Vinschgau war er genau zum richtigen Zeitpunkt wieder auf dem Markt, wie der 1. Vorsitzende des HEV, Uwe Johann, am Donnerstagabend auf der Pressekonferenz im Restaurant „Sohnemann im historischen Stadt Cöln“ den anwesenden Pressevertretern erzählte. „Wir haben einen hauptamtlichen Trainer gesucht, der die ganzen ehrenamtlichen Trainer in den einzelnen Teams unterstützt, der mit allen Mannschaften auf dem Eis ist, die Teams nach vorne bringt und hilft, den Verein weiterzuentwickeln. Wir hatten Jeff für diesen Posten schon lange im Blick und er war jetzt zum Glück verfügbar. Und er hatte, zu unserem Glück, großes Interesse nach Herford zu kommen, es war für ihn einen Herzensangelegenheit, dahin zurück zu kehren, wo er eine tolle Zeit als Spieler hatte! Für den HEV ist es eine große Entscheidung, einen hauptamtlichen Trainer zu verpflichten, die den Verein wieder ein großes Stück nach vorne bringen wird und wir freuen uns sehr, dass er jetzt hier ist!“


Tobias Schumacher, 2. Vorsitzender und hauptverantwortlich für die 1. Mannschaft ergänzte: „Wir haben jemanden gesucht, der mit Kindern und Nachwuchs umgehen kann, der wesentlich mehr Zeit investieren kann als unsere ehrenamtlichen Trainer. Dazu kam, dass wir jemanden gesucht haben, der auch die erste Mannschaft trainieren kann. Kai Frenzel und Michael Reim sind in den letzten 3 Jahren zeitlich an ihre Grenzen gekommen, haben extrem viel Einsatz gezeigt und herausragende Arbeit geleistet und unglaubliche Erfolge gefeiert. Doch mit noch mehr Spielen in der nächsten Saison wird das ganze immer schwieriger. So sind wir auf Jeff gekommen. Deshalb haben wir auch gesagt, wir legen die Hauptverantwortung auch für die erste Mannschaft in die Hände von Jeff, unser Wunsch ist, das Kai Frenzel und Michael Reim, mit denen wir noch im Gespräch sind, Jeff als Co-Trainer unterstützen. Die beiden haben uns in einer ganz schwierigen Situation geholfen, wofür wir ihnen super dankbar sind.“

Auch Uwe Johann brach noch einmal eine Lanze für die beiden Herforder Urgesteine: “Sie hatten eine schwierige Situation, immer wieder hörte man im Umfeld, so eine Super Mannschaft, die gewinnt doch auch ohne Trainer, was natürlich völliger Quatsch ist. Auch eine herausragende Mannschaft muss hervorragend gecoacht werden um erfolgreich zu sein, dass sieht man überall im Sport!“ 

Am schwierigsten gestaltete sich übrigens die Kontaktaufnahme mit Jeff Job, über den italienischen Verband bekam Uwe Johann dann doch irgendwann Jeffs Telefonnummer. Von da an ging es schnell, denn Jeff war sofort bereit nach Herford zu kommen. Mit Hilfe von Sponsoren konnte man die Finanzierung des hauptamtlichen Trainers abdecken, vor allem der Name „Jeff Job“ öffnete da schnell Tür und Tor.  Und wie war es für Jeff? Mit einem Lachen gab er zu Protokoll, dass er sich zu Ostern die Eishalle in Herford angeschaut hat. „Das ist nicht die Eishalle, die ich kenne!“ Etwas ernster jedoch ging er aufs wesentliche ein: “Es ist 16 Jahre her, dass ich in Deutschland war. Ich muss natürlich die Mannschaft und die Liga erst kennenlernen, bevor ich weiß, was wir machen können. Ganz wichtig ist, dass wir junge Spieler einbauen, die sich beweisen sollen. Und wenn es mit der Vorbereitung los geht, dann werden wir sehen, was wir machen werden. Auf jeden Fall muss das Team drei Systeme lernen, denn wir müssen defensiv gegen die starken Teams spielen, das Spiel offen gestalten gegen gleichstarke Gegner und gegen schwächere Gegner auch mal richtig viele Tore schießen, um den Fans was zurück zu geben!“ Überhaupt, die Fans in Herford hat er nie vergessen: „Das war immer eine unglaubliche Atmosphäre in Herford!“



Jetzt geht es für Jeff erstmal zurück nach Kanada, wo er im Kreise der Familie nächste Woche seinen 53. Geburtstag feiern wird, im August kehrt er dann zurück.

In der Zwischenzeit können die Fans dem HEV und damit auch Jeff Job helfen, indem sie bei der Aktion „HEV500“ mitmachen und so dem Verein mehr Gehör beim Versuch, zusätzliche Eiszeiten zu erhalten, zu verschaffen.
Ab September, in der Vorbereitung, wird sie dann aber wohl endlich wieder erklingen, die Flipper-Melodie: „Wir haben Jeff Job, Jeff Job, gleich wird er kommen, jeder kennt ihn, von Moskau bis Wien“
 

Zuletzt geändert am: Apr 14 2016 um 7:00 PM

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