Last Game
6:0
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Regio West
PlatzMannschaftSpielePunkte
1Herforder EV00
2Hammer Eisbären00
3EHC Neuwied00
4EG Diez-Limburg00
5Ratinger Aliens 9700
6ERV Dinslaken Kobras00
7Neusser EV00





Bericht Fahrt nach Iserlohn

News >> Senioren

Es war ganz sicher eine der wichtigsten „Dienstreisen“ in der Herforder Eishockey-Geschichte. Eine große Delegation aus Politik, Verwaltung, Stadtwerken, Sport und Wirtschaft unter Leitung von Bürgermeister Tim Kähler machte sich am Freitag auf den Weg nach Iserlohn. Das Ziel: Sich dort von Stadt, Bädergesellschaft und Verein das Konzept für einen erfolgreichen und zugleich wirtschaftlich tragfähigen Betrieb der dortigen Eishalle erläutern zu lassen. Und es gab vor Ort Informationen am laufenden Band, dazu viele Antworten auf Fragen, die aktuell in Herford rund um das Thema „Eishalle“ hochspannend sind.

Zwischendurch gab es für die Vertreter des Herforder EV viel Gelegenheit zum Netzwerken. Denn es war aus Herford wirklich alles mitgekommen, was rund um das Thema Eishalle Rang und Namen hat: Die Vorsitzenden bzw. Vertreter von vier Ratsfraktionen, die Sportdezernentin, der Beigeordnete für Bauangelegenheiten, die Chefs der Stadtwerke und der Freizeitgesellschaft als Trägerin der Eishalle, die Vorsitzenden von Sportausschuss und Stadtsportverband, dazu Vertreter aus der Wirtschaft.

„Besonders beeindruckend finde ich die Selbstverständlichkeit, mit der alle, wirklich alle in Iserlohn zum Eishockey stehen.“ beobachtete HEV-Präsident Uwe Johann: "Stadt, Stadtwerke und Verwaltung, Sportverband, Sportausschuss: alle sehen die Roosters als DEN Leuchtturm ihrer Stadt.“ Doch Roosters-Prokurist Bernd Schutzeigel verriet im Gespräch, dass es auch in Iserlohn nicht immer so einfach war: Ein gutes Miteinander von Verwaltung, Stadtwerken und Verein hat sich auch hier erst nach manchen Irrungen und Wirrungen im Laufe der Jahre herausgebildet – dann aber zum Vorteil aller. Ein gutes Vorbild für Herford, wo sich die Dinge ja seit einigen Jahren in eine ähnlich positive Richtung entwickeln.

Viel Spannendes gab es auch zum Betrieb der Eishalle zu sehen: Sicherheitskonzepte, Personaleinsatz, Methoden der Eisbereitung und Entfeuchtung: In der fast 50 Jahre alten Halle in Iserlohn wird an vielen Stellen anders gearbeitet als in Herford. Doch vieles lässt sich nicht einfach übertragen, denn die technischen Voraussetzungen, Größenordnungen und Konzepte sind an beiden Orten sehr unterschiedlich. So ist der Betrieb in Iserlohn eher ein Beispiel dafür, das man mit einer neuen Eishalle in Herford unglaublich viel erreichen und bewegen könnte. Ideen und Konzepte, die funktionieren, kann man aus Iserlohn und anderen Standorten mitnehmen.

Am Ende zogen alle Mitfahrenden ein sehr positives Feedback. Eine Fahrt, die einiges in Herford bewegen könnte. Ob es eine neue Eishalle geben wird, müssen die kommenden Monate zeigen. Aber jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

Einziger Wermutstropfen war die plötzliche Terminkollision der seit vielen Monaten intensiv geplanten und koordinierten Fahrt mit der Beerdigung von Alexander Seel. „Wir haben lange beraten und sind zu dem Schluss gekommen, das die Fahrt nach Iserlohn so enorm wichtig für unsere Zukunft ist, dass ich hier dabei sein muss. Ich hätte mich am liebsten zweigeteilt, das war eine ganz schwere Entscheidung“ sagte Uwe Johann. Auf der Beerdigung wurde der HEV stattdessen durch Jutta Feldmann vertreten. Olaf Krüger, HEV-Nachwuchskoordinator, gab zu bedenken: „Wir haben heute für den Sport, den Alexander so geliebt hat, ein Tor zur Zukunft aufstoßen können. Ich glaube, das wäre auch in seinem Sinne gewesen“. 

Zuletzt geändert am: Jul 02 2019 um 4:00 AM

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